Der Startschuss ist gefallen und man fängt an nach einer neuen beruflichen Herausforderung zu suchen. Doch die erste Herausforderung, auf die man direkt am Anfang schon stößt, ist für viele das Erstellen des Lebenslaufes. Sollte man seine Hobbies angeben? Den Ferienjob aus der Schulzeit? Wie sieht´s aus mit Kenntnissen, wie zum Beispiel Word? Und wie bekomme ich das nur alles so hin, dass es am Ende auch noch ansprechend aussieht? Vielen raucht jetzt schon der Kopf. Doch einen Lebenslauf zu schreiben, ist mit diesen Tipps kein Hexenwerk. Maus in die Hand, kurz durchatmen und schon kann´s losgehen:

  1. Bevor wir starten: Ganz zu Anfang, bevor es überhaupt so richtig losgeht, ist es wichtig zu wissen auf welche Stelle man sich da überhaupt bewirbt. Idealerweise passt man seinen Lebenslauf je nach Jobangebot leicht an. Wem das zu viel Arbeit ist, keine Sorge: Im Normalfall reicht ein Lebenslauf aus, der einmal vernünftig aufgesetzt ist. Aber auch der sollte regelmäßig erneuert und an den aktuellen Stand angepasst werden.
  2. Schon kann´s losgehen: Zunächst einmal ist ganz wichtig, dass ganz oben auf dem Lebenslauf alle wichtigen Daten angegeben sind. Dazu gehört:
    •  Name
    • Adresse
    • Geburtsjahr, Geburtsort und Nationalität
    • Emailadresse
    • Telefonnummer
    So kann ein Recruiter oder ein Personaler schon mal z.B. anhand Eures Wohnortes schauen, ob ein Job passt und Euch auch direkt telefonisch oder per Mail erreichen. Schön ist auch ein Foto, um direkt schon mal einen ersten guten Eindruck zu hinterlassen. Achte allerdings darauf, dass das Foto professionell aussieht. Dafür musst Du nicht extra zum Fotografen gehen, ein Bild mit Snapchatfiltern solltest Du allerdings auch nicht verwenden. Auch hier gilt es auch hier, wie so oft, ein gesundes Mittelmaß zu finden.
  3. Jetzt geht’s ans Eingemachte: Nun folgt der Kern des Lebenslaufes, die einzelnen beruflichen Stationen. Ganz wichtig hierbei ist die Aufteilung. Am besten so: Beschäftigungszeitraum (Monat UND Jahr), Position, Arbeitsort.
    Auch ein wichtiger Punkt ist die Relevanz. Das Praktikum aus der Schule kann man dann weglassen, wenn man schon Berufserfahrung gesammelt hat. Ist es allerdings der erste Job, kann es schon wichtig sein. So sollte man immer entscheiden, was wirklich wichtig ist. Als Faustregel gilt, dass ab dem „ersten richtigen Job“ alle Jobs in chronologischer Reihenfolge aufgezählt werden sollten und müssen. So können Missverständnisse ausgeschlossen werden und es entsteht ein repräsentativer Eindruck.
  4. Die Feinheiten: Nachdem die Berufserfahrung fertig aufgelistet ist, kommen nun die Details. Besonders relevant sind immer Sprachkenntnisse und besondere jobrelevante Fähigkeiten. So sollten auch Kenntnisse von besonderen Softwares oder Programmen mit aufgeführt werden. Nochmal zurück zum Anfang – den Hobbies und Interessen. Früher ein „Muss“ im Lebenslauf, heute ein „Kann“. Ob jetzt allerdings außergewöhnliche Blockflötenkenntnisse einem Programmierer hilfreich sind, ist fraglich.
    Wenn das Hobby jedoch im Zusammenhang mit dem Job steht oder eine positive Eigenschaft repräsentiert, kann es gerne mit aufgeführt werden. Mannschaftssportarten zeigen zum Beispiel, dass man ein Teamplayer ist, Extremsportarten wie Motocross stehen für Leute, die sich auch mal etwas trauen und Kampfsport oder Ballett können für Disziplin stehen. Vorsicht allerdings bei dem Hobby Lesen: So wird man leicht als eigenbrödlerisch abgestempelt.Hier gilt also auch, dass man mit gesundem Menschenverstand urteilen sollte. Wenn das Hobby einem sehr viel bedeutet, warum sollte man es also nicht auflisten? Der Lebenslauf soll ja schließlich auch repräsentieren wer man ist. Abschließend kann man noch ehrenamtliches Engagement angeben, um einen noch besseren Eindruck zu hinterlassen. Aber auch das ist kein Muss.

Nun steht einem erfolgreichen Lebenslauf nichts mehr im Wege. Also an die Stifte/Mäuse, fertig und los geht die Jobsuche!

Viel Erfolg wünscht,
Christin Otto

HR Managerin
Fidenti Personal